Nanocellulose
Erforschung, Produktion und Charakterisierung
Cellulose, "Zucker der pflanzlichen Zellwand", ist ein nahezu unerschöpflicher polymerer Rohstoff mit einem faszinierenden Struktur- und Eigenschaftspotenzial.
Es zeichnet sich durch Hydrophilie, Chiralität, Bioabbaubarkeit, breite chemische Modifizierbarkeit und den Aufbau vielfältiger teilkristalliner Fasermorphologien aus.
Die Biosynthese von Cellulose erfolgt nicht nur in Pflanzen, sondern auch in Algen, Pilzen und Bakterien. Diese Bakteriencellulose unterscheidet sich deutlich von Cellulose pflanzlichen Ursprungs.
Bakterielle Nanocellulose
Allgemeine Eigenschaften:
- Aufbau aus Zucker in einem biotechnologischem Schritt
(40%ige Ausbeute)
- Polymerisation und anschließende Selbstorganisation in
einem Nanofasernetzwerk
- Formgebung direkt im Kulturmedium
- hochreines Homopolymer
- 1% Nanocellulose binden 99% Wassergehalt, schrittweise Trocknung möglich
- mechanische Eigenschaften der Einzelfasern entsprechen
denen von Stahl und Kevlar
- Nanofasernetzwerk ist durchlässig für Flüssigkeiten,
Ionen und kleine Möleküle
- essbar und biokompatibel
- Einsatzmöglichkeit als Wundauflagen und Implantate
Jenpolymers hat seinen Fokus auf die Entwicklung von bakterieller Nanocellulose als innovatives Polymer für Forschung und Applikation sowie als Hochleistungswerkstoff für Medizin und Technik gerichtet. |
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REM
Rasterelektronenmikroskopische
Aufnahme des Nanocellulose-Netzwerkes
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